Wümmet

Mit der Traubenernte - der Wümmet, wie sie in Birmenstorf genannt wird - endet das eigentliche Rebjahr. Konnten die Trauben bei guten Bedingungen heranwachsen, geht dieser Tag einher mit einem kleinen Fest. Die Wümmerinnen und Wümmer sitzen zusammen und stossen nach dem Schneiden der Trauben auf das abgelaufene Jahr an.

Nach einem trockenen und heissen Jahr 2026 sind die Sorten Sauvignac und Satin Noir bereits am 12. September reif. Sie sind süss, kerngesund aber auf Grund des raren Wassers eher klein.

Eine Wümmet zu planen gestaltet sich schwierig. Denn wann die Trauben reif sind bestimmt die Natur. Und jede Traubensorte hat ihre eigene Reifezeit. Dazu bestimmt die Lage das Reifetempo mit. Und schliesslich können bei nassem Wetter die Trauben nicht gelesen werden. Die Winzer hoffen also - wenn es auf den Herbst zugeht - auf stabiles Hochdruckwetter, damit vor allem die Koordination der vielen Erntehelferinne und Erntehelfer in Ruhe organisiert werden kann.

Ist das Traubenlesen abgeschlossen müssen die Früchte so schnell wie möglich in die Trotte.

Nach dem Wägen und der Öchslemessung wird draussen vor der Trotte die Entrapp- und Quetschmaschine aufgebaut. Anschliessend heisst es anpacken, und die Trauben in den Erntekisten werden oben in den Trichter gekippt. Erfolgte die Ernte in eine Stande, muss diese mit Spezialgabeln geleert werden.

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